Wo Müll zum Problem wird, packen wir an
Mehr Sauberkeit in den Quartieren und gleichzeitig neue Perspektiven für Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt: Der ÖkoNet Quartier-Service hatte heute seinen offiziellen Neustart. Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Arbeitssenatorin Dr. Claudia Schilling waren im Breitenbachhof in Gröpelingen zu Gast.
Gemeinsam für saubere Quartiere
Der Breitenbachhof in Gröpelingen ist einer der Orte, an denen der Quartier-Service zum Einsatz kommt. Weggeworfene Verpackungen, Zigarettenkippen und anderer Müll gehören hier ebenso zum Alltag wie an anderen bekannten Müll-Hotspots in Bremen. Der Quartier-Service setzt genau dort an und ergänzt die reguläre kommunale Stadtreinigung. Die Teams sind wieder in verschiedenen Bremer Stadtteilen unterwegs. Neben Gröpelingen sind die Teams zunächst unter anderem in Tenever, Hemelingen, Huchting sowie im Ostertor/Steintor aktiv. Die Einsatzorte werden gemeinsam mit den zuständigen Stellen abgestimmt.
„Wir sind aus ökologischer Überzeugung in den Quartieren aktiv. In Verbindung mit unserem sozialen Engagement schaffen wir so eine Veränderung, die für die Menschen vor Ort sichtbar ist“, sagt ÖkoNet-Geschäftsführer Michael Vespermann.
Umweltarbeit schafft Perspektiven
Hinter dem Projekt steht ein zweiter wichtiger Aspekt: Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln und neue berufliche Perspektiven zu entwickeln. Für langzeitarbeitslose Menschen bietet die Beschäftigung im öffentlichen Raum Struktur und Anerkennung. Die Teilnehmenden werden fachlich angeleitet und sozialpädagogisch begleitet. Aktuell sind gut 30 Menschen im Quartier-Service aktiv. Perspektivisch soll das Team auf 36 Kräfte anwachsen. Das Projekt ist bei der Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration angesiedelt und wird bis Ende 2027 aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds gefördert.
Mehr als Müll sammeln
Die Teams sind täglich in den Quartieren unterwegs. Sie sammeln nicht nur Müll, sondern kommen auch mit den Menschen vor Ort ins Gespräch. Dabei geht es darum, wie Müll vermieden werden kann und welchen Beitrag alle zu einem sauberen und lebenswerten Stadtteil leisten können.
Der Neustart des ÖkoNet Quartier-Service verbindet damit zwei Anliegen: saubere, lebenswerte Quartiere und neue Perspektiven für Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt. Wo Müll zum Problem wird, soll künftig wieder genauer hingeschaut, aufgeklärt und gemeinsam angepackt werden.
(copyright Kopfbild: Weser Report, M. Bollmann)