Eheringe

EheringeWer seinem Lebenspartner einen Heiratsantrag machen möchte und den Bund fürs Leben eingehen will, der wird auf einen Ehering oder einen Trauring nicht verzichten können. Er ist DAS sichtbare Zeichen für eine Ehe zwischen zwei Menschen, das nach Außen für jedermann zu sehen sein soll. Dementsprechend auffallend sollen die Ringe heutzutage auch sein. Es gibt Eheringe in den verschiedensten Legierungen. Am häufigsten wird immer noch der Ring in Gelbgold gewählt, dem Klassiker. Mittlerweile werden jedoch auch Eheringe in Weissgold, aus Titan, Rotgold, mehrfarbig Weiss- und Gelbgold oder zusätzlich in Verbindung mit Diamanten oder anderen Edelsteinen ausgewählt. Dem persönlichen Stil sind in der Schmuckwelt heutzutage so gut wie keine Grenzen mehr gesetzt.

Doch worauf beruht der Ringtausch während einer Hochzeitszeremonie eigentlich? Die lange Tradition von Verwendungen eines Eheringes geht bis in die Antike zurück. Schon „im alten Rom“, wie es umgangssprachlich so schön heisst, wurden Ringe als Zeichen von Verbundenheit und Treue dem Ehepartner geschenkt. Allerdings trugen nur die Frauen den schweren Ring aus Metall, Männer hingegen trugen seltener einen Ehering als einen Siegel- oder Schmuckring. Der Ring galt als Zeichen von Bindung an einen Partner und als sichtbare Bestätigung für den Erhalt der Mitgift (Aussteuer). Im Gegensatz zur deutschen Tradition wurden im antiken Rom die Eheringe am Ringfinger der linken Hand getragen. Der überlieferte Glaube beruht darauf, dass eine Blutader dieses Fingers direkt zum Herzen führt und folglich ein Symbol für Liebe sein soll. Die Tradition des Ringtragens an der linken Hand ist die mit Abstand weltweit häufigste Trageart. In Deutschland, Österreich, Norwegen und Teilen Osteuropas werden Eheringe in der Regel an der rechten Hand getragen.

Eheringen kommt in der christlichen Glaubenstradition spätestens seit dem 9. Jahrhundert eine sakrale Bedeutung zu. Demnach versinnbildlichen Eheringe Treue sowie Beständigkeit und die Bindung zweier sich liebenden Menschen vor dem Angesicht Gottes. Diese Auffassung spiegelt sich in den Ringen wider: So wie der Ehering keinen Anfang und kein Ende besitzt, so soll das ewige Bündnis zwischen den Eheleuten und Gott für die Ewigkeit sein.

 

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