Die Glitzerwelt der Edelsteine zieht die Menschen schon seit Jahrtausenden magisch an. Die besondere Wertfeststellung der seltenen Steine begann bereits in der Antike, als vor allem farbenprächtige Edelsteine als Schmuckgegenstände entdeckt wurden. Als Halskette oder am Handgelenk als Armband wurden die kleinen Steine gerne von den Frauen getragen. Erst später begannen Menschen damit, die Steine zu bearbeiten und in Schmuckgegenstände einzuarbeiten. Bis in die Neuzeit galten vor allem bunte Edelsteine als besonders wertvoll, Diamanten hingegen kamen nicht an die Wertschätzung von z.B. Smaragden oder Saphiren heran. In der Neuzeit änderte sich dies, nachdem immer seltener Diamantsteine aus den südafrikanischen Fundstätten den Weg nach Europa und auf den Weltmarkt fanden.
Zu den besonders seltenen Edelsteinen gehören neben den Diamanten auch Rubine, Saphire und Smaragde. Sie zeichnen sich durch eine besondere Härte aus – der Diamant ist das härteste bekannte Mineral auf der Erde. Historisch gesehen waren Diamanten bereits in der Antike und im Mittelalter besonders begehrt, allerdings weniger als Schmuckgegenstand sondern eher als Schleifmittel. Aufgrund ihrer Härte wurden Diamanten gerne als Schleifsteine bei der Herstellung von anderen Werkzeugen benutzt. Auch heute noch finden die edelsten der Edelsteine wegen ihres Härtegrades Verwendung in der Industrie. Was für die Schmuckwelt eher als Abfallprodukt gilt, wird in der Industrie für Bohrköpfe und andere Teile genommen.
Und genau dies ist eine weitere Besonderheit von Edelsteinen. Sie können aufgrund ihrer Farbe, der Seltenheit und Reinheit in verschiedene Kategorien und Preisklassen eingeteilt werden. Eine große Bedeutung wird auch der Karatzahl beigemessen, dem Gewicht der Edelsteine. Dabei entspricht ein 1 Karat dem Gewicht von 0,2 g. Je höher die Karatzahl demnach ausfällt, desto wertvoller weil seltener ist der gefundene Diamant oder Edelstein.
Doch wie entstehen Edelsteine eigentlich? Sie entstehen unter hohem Druck und hohen Temperaturen in unserem Erdboden könnte die kurze Antwort auf diese Frage lauten. Vulkanische Aktivitäten in der Tiefe sind dafür verantwortlich, dass Edelsteinvorkommen an die Oberfläche gelangen und vom Menschen abgebaut werden können. Hauptabnehmer von Edelsteinen sind heute vor allem Schmuckhersteller und verschiedene Industriezweige.
Wieviel Carat hat eigentlich der größte Diamant der Welt?